„Tiere gehören auf den Teller, nicht in die Manege“

„Tiere gehören auf den Teller, nicht in die Manege“ – Antrag der FRAKTION zum kommunalen Verbot von Wildtieren in Zirkussen.

Der Antrag sieht vor, dass die Stadt zukünftig keine kommunalen Flächen mehr an Zirkusse verpachtet, welche gefährliche Wildtiere mit sich führen. Dies wird mit der Gefährlichkeit einiger mitgeführter Tiere begründet, deren sichere Unterbringung in mobilen Gehegen niemals zu einhundert Prozent sichergestellt werden kann.

„Von Tieren, die Ordnungsgemäß geschlachtet und zubereitet wurden, geht im Allgemeinen weniger Gefahr aus, als von unter fragwürdigen Bedingungen gehaltenen Wildtieren. Damit kenne ich mich als überzeugter Vegetarier aus“, weiß der Fraktionsvorsitzende der Fraktion Die FRAKTION Ove Schröter fachkundig zu berichten. „Dabei ziehen wir es natürlich vor, wenn potentiell arbeitslose Zirkus-Wildtiere nicht geschlachtet, sondern in einem angemessenen Habitat resozialisiert werden“, gibt Schröter zu bedenken.

„Wir hätten ja auch gerne einen tierfreundlichen Antrag zu diesem Thema geschrieben. Wildtierverbote aufgrund des Tierschutzes durchzusetzen ist allerdings juristisch nicht tragfähig. Dann stellen wir eben einen tierfeindlichen Antrag. Die Organisation PETA war an dieser Stelle im Übrigen sehr hilfreich“, ergänzt der tierschutzpolitische Sprecher Dario Caceres.

Hintergrund ist ein von den Grünen 2015 gestellter Prüfauftrag, welcher ebenfalls zum Ziel hatte, Zirkussen mit Wildtieren keine kommunalen Flächen zur Verfügung zu stellen. Dies stellte sich wegen der auf Tierschutz bedachten Begründung, bestätigt durch Gerichtsurteile, als unmöglich heraus. In der Zwischenzeit in zahlreichen Städten veranlasste Wildtierverbote, welche mit dem Schutz des Menschen begründet wurden, haben bislang bestand.

Zum Antrag: https://ratsinfo.kiel.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=22478#searchword

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